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  • Franz Traxler Senior erklärt dem Enkerl
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Franz Traxler Senior

Ein Leben in, mit und für die Natur. Vom Großvater bis zum Enkerl wird Tradition erhalten, Wissen aufgebaut und Neues eingebunden. Franz Traxler Senior ist traditionsbewusst. Er liebt das Land. Und dank seines Enkels Rafael geht die Geschichte des Familienweingutes weiter.

Franz Traxler Senior hatte als 14-jähriger Anfang der 60iger Jahre keine Wahl. Brauchte er auch nicht. Denn die Landwirtschaft hatte ihn schon von Anfang an begeistert. Die Landwirtschaft, denn der Weinbau war damals so gar nicht seines. Das änderte sich rasch. In der Landwirtschaft und Weinbauschule Mistelbach stand schnell das Flaschenabfüllen am Programm. Das muss so 1968 gewesen sein. Da entbrannte Franz Interesse am Wein.

Ohne Führerschein geht bei uns gar nichts.

Franz Traxler Senior machte Ende der 60iger Jahre den Führerschein. Denn als Erstes übernahm Franz Traxler Senior, damals als Junior, die Lieferung des Weines nach Wien. Aber auch nach Oberösterreich, Zell am See, Taxenbach und Wörgl. Dort überall hat er nicht nur Kunden sondern auch Jagdkontakte. Und all das ging nur mit Führerschein. Der Kontakt zum Kunden, dessen Begeisterung für die Weine und das in der Schule gelernte wollte Franz Traxler Senior möglichst schnell selbst beeinflussen und legte bald schon seinen ersten Weingarten selbst mit Erfolg an. 1986 feierte er Gold und Silbermedaillien in Poysdorf und wurde Landessieger in Krems.

Zeichen der Zeit erkennen

Aber nicht nur im Weinbau hat Franz Traxler Senior einiges am Hof geändert. Er hatte immer ein Gespür für die Entwicklungen in der Wirtschaft. Und so war ihm auch 1978 klar, dass die Viehwirtschaft nicht mehr so funktionieren würde wie bisher. Rinder brauchten Heu und spezielles Futter. Die Klimaveränderungen ließen schon damals eine risikolose Produktion nicht mehr zu. Schweine waren da genügsamer, konnten mit Korn gefüttert werden. Und so setzte Franz Traxler gemeinsam mit seiner Frau Gertrude diesen Schritt.

Für`d Ausschank war ich nie

Obwohl Franz Traxler Senior ein geselliger Mensch ist, kam es ihm nie in den Sinn auch eine Heurigen-Schank zu machen. „Mi kannst um vier in der Früh, fragen was du willst. Aber um halb Zwölf in der Nacht, da will ich schlafen. Na, na, die Ausschank ist nichts für mich.“ Zum Heurigen geht er aber trotzdem gern. Er mag besonders die würzigeren Weine. Rote trinkt Franz Traxler Senior nur ab und an, zum Anstoßen und die Grünen, die nimmt er eher zum Spritzen im Sommer. Einen guten Muskateller kann er aber immer haben. Und auch der wieder aufkommende Rivaner entlockt ihm ein Lächeln. Überhaupt sieht er die Entwicklung im Weinbau gespalten.

Nix mehr wie´s früher war

Denn die technischen Möglichkeiten hatten sie damals nicht. Franz Traxler Junior erkennt die Chancen dieser Technik. „Aber die Arbeit passiert halt zu einem großen Teil auch im Weinstock. Da hilft keine Technik.“ Im Keller sei es aber klar, dass mit den heutigen Möglichkeiten ganz andere Qualität, wie beispielsweise beim Windradler oder DAC, erarbeitet werden kann. Es freut ihn, dass Rafael Traxler den Weinbau weiterführen will. Immerhin hat schon Franz Traxler Senior’s Großvater, also Rafaels Ur-Ur-Großvater den Weinbau erfolgreich betrieben. Auch wenn damals einiges anders in der Tagesgestaltung war. „Der junge Bursch erinnert mich in Vielem an mich!“

Abseits des Weines und der Landwirtschaft

Früher war das Ehepaar Traxler Senior so viel es geht unterwegs.Ausflüge und Besuche waren ihre liebste Freizeitbeschäftigung.  Und der Fußball. Der war auch immer schon Franz Senior’s Interessensgebiet. Fußballmatches am Sportplatz oder im Fernsehen versäumt er nur sehr ungern und selten. Neben dem Fußball kann sich Franz Traxler Senior auch noch für etwas Anderes begeistern. Das Ansetzen von Likören. Dafür hat er eine ganz besonders feine Nase und greift auch gerne auf alte Rezepte zurück. Letztendlich bleibt noch jene Zeit, die ihn abschalten lässt. Jene Zeit des Schauens und Beobachtens aus der er Kraft schöpft. Die Zeit der Jagd. Seit frühesten Erwachsenentagen ist er Jäger. Natürlich freut er sich über eine gute Jagd. Aber das wirklich schöne daran ist die stundenlange Ruhe am Hochstand, das Arbeiten mit der Natur und die Beobachtung des Wildes. Dort, genau dort holt sich Franz Traxler Senior sein Lachen und seine großen warmen Augen.
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