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Gertrude Traxler

Dauernd auf den Beinen, ob in der Küche oder im Weingarten. Gertrude Traxler kennt die Weinstöcke wie Ihre Westentasche.

Gertrude Traxler ist die stille Seele des Familienweingutes. Man muss nicht immer viel reden um Kompetenz zu haben. Gertrude Traxler macht ihr Ding. Ein Blick in der Früh gen´Himmel und sie weiss, was heute am Programm steht. Bevor sie 1973 ihren Franz heiratete war „Traude“ – wie sie von allen genannt wird, schon mit Wein konfrontiert. Bei ihrer Tante arbeitete die geborene Ginzersdorferin in Wien in einem Weinhandel. Natürlich machte auch sie die Landwirtschaftsschule und die landwirtschaftliche Facharbeiterprüfung. So mit war Gertrude Traxler ihr Lebtag Bäuerin.

Traxlerfrauen – die tüchtigen Hände im Weingarten

Handarbeit im Weinstock war bei den Traxler’s immer schon Frauensache. Beobachtet man Traude im Weingarten, merkt man wie erfahren sie ist. Jeder Handgriff geht schnell und sitzt perfekt. „Großteils woa má ja alleine im Weingarten, die Schwiegermutter und ich …“ erzählt sie „Der Franz hat ja oft anderes zu tun gehabt am Feld. Und wir Frauen waren da eh zackiger!“ Und oft wäre das nur stundenweise möglich gewesen, denn die Kinder brauchten etwas zu Essen. Am Hof musste auch viel erledigt werden. In den 70igern war auch noch vieles anders. Sie hatten damals Stiere und stellten dann um auf Schweinezucht und Mast um. Da hieß es zeitig aufstehen.

Wenn du aufstehst, bin i schon das zweite Mal müde

Ihr jüngster Spross, Sabrina, ist ein Kind der heutigen Zeit. „Oft…“ erzählt Traude „sag ich ihr, dass wir in ihrem Alter um die Zeit, wo sie noch ein wenig aufwachen muss, schon die Tiere gefüttert haben.“ Heute aber sei es auch für sie angenehmer. Sechs Uhr im Sommer, da beginnt für sie der Tag. Und in der kalten Jahreszeit da dürfte man heute – in Pension – schon auch mal den Wecker überhören. Nur nicht ihr Mann, der ist um vier Uhr Früh wacher als abends.

Kellerarbeit heißt Küchendienst

Wenn die schwere Kellerarbeit ansteht und viele Mäuler zu füttern sind, oder schon vorher während der Lese, beginnt für Gertrude Traxler die Küchenarbeit. Sehr beliebt ist da ein Gericht, das sie von Freunden aus Würzburg, Landkreis Mildenberg mitgebracht hat:  Das Pfundfleisch! „Des is wirklich was guades!“ sagt Franz Traxler Senior. Rind, Schwein und gemischtes Faschiertes wird mit allerlei Gemüse, Paprika, Mais und Champions im Backrohr zweieinhalb Stunden gegart und dann gemeinsam mit Nudeln gegessen. Zweieinhalb Stunden, das ist ziemlich genau die Zeit, die man Traude auch beim Filtern des Weines braucht. „Und wenn ich umrühren laufe, keppelns dann immer! Ois wenn zum Umrühren a ka Zeit mehr wär! Aber essen wollns ja auch was!“ und Rafael fügt scherzhaft hinzu „Jo, weil Filtrieren ohne Pfundfleisch git’s ned!“

Fünf Räder, vier am Boden und eins in der Hand

Ruhe findet Traude hinterm Steuer. Der Bus ist ihr das liebste Auto „Da ist man einfach höher oben …“ sagt sie und lacht herzlich. „Aber sonst auch. Autofahren macht mir Spaß, egal ob Kombi oder Traktor … Irgendwie ist das wie tanzen.“ Womit wir in der Freizeit angelangt wären. Früher waren die Traxler’s Tänzer. Heute geht das leider nimmer so. Soviel Jahre harte Arbeit haben Spuren hinterlassen. Die Hüften ihres Franz spielen nimmer mit. Aber Traudes Stimme wird ganz warm und sanft wenn sie davon spricht.

Gertrude Traxler: „Tüchtig sind sie schon, die Jungen …“

  Rafael Traxler’s Plan den Weinbau zu übernehmen, freut natürlich auch Traude sehr. Die meisten Stunden verbrachte doch sie direkt im Weingarten. „Aber sie müssen halt viel lernen …“ merkt sie an „… sí st noch kein Meister vom Himmel gefallen!“ Viele Stunden verbringt sie noch gerne im Weingarten. Die Jungen sind sehr engagiert und Willens und das sei doch das Wichtigste.  
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